Aktuelles

Bericht: Finanzausschuss am 16.Juni 2026
In der Sitzung des Finanzausschusses des Kreises Dithmarschen herrschten große Einigkeiten, was die Themen angeht. Dem Neubau des Unterrichtsgebäudes des Marner Gymnasiums wurde einstimmig zugestimmt, ebenso der Erhöhung der Aufwandsentschädigung des/der Kreisnaturschutzbeauftragten. Hier steht über alle demokratischen Frationen die Stärkung des Ehrenamtes im Vordergrund. Auch die Neufassung der Benutzungs- und der Gebührensatzung für das Gemeinschaftsarchiv des Kreises Dithmarschen und des Amtes Mitteldithmarschen, sowie den Über- und außerplanmäßige Aufwendungen und Auszahlungen (Berichtszeitraum 01.12.2025 bis 31.05.2026) wurde zugestimmt. Da die Finanzen des Kreises die größte Herausforderung für die Zukunft sind, wurde dieser Top ausführlich diskutiert. Die "big five" wurden marginal verändert, nichts desto trotz setzen sich die Ausschussmitglieder in jeder Sitzung kritisch mit den Haushaltszahlen auseinander. Die Belastung für die kommunale Familie muss möglichst gering gehalten werden. Trotzdem muss der Kreis Dithmarschen seine Handlungsfähigkeit behalten, eine riesige Herausforderung.

Bericht: Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport am 16. Juni 2026
Am 16. Juni 2026 kam der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport des Kreises Dithmarschen zu seiner Sitzung zusammen. Zu Beginn der Sitzung fand wie üblich eine Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner statt. Es wurden keine Fragen gestellt. Anschließend stellte sich die Organisation Match-Pflege im Ausschuss vor. Im Mittelpunkt der Vorstellung stand die Gewinnung von Pflegefachkräften aus dem Ausland. Match-Pflege tritt dabei nicht selbst als Recruiter auf, sondern versteht sich als vermittelnde Stelle zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren. Eine Entscheidung darüber, ob sich der Kreis Dithmarschen künftig an dem Angebot beteiligen möchte, wurde in dieser Sitzung nicht getroffen. Dies soll zu einem späteren Zeitpunkt (2027) beraten werden. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Vorstellung der Initiative „Gemeinsam stark“. Die Gruppe setzt sich für die Interessen von Menschen mit Behinderungen im Kreis Dithmarschen ein und engagiert sich für mehr Teilhabe, Selbstbestimmung und Barrierefreiheit. Die Initiative trifft sich regelmäßig in Heide und Meldorf und bietet Betroffenen, Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit zum Austausch. Ziel ist es, auf bestehende Barrieren aufmerksam zu machen und konkrete Verbesserungsvorschläge in Politik und Verwaltung einzubringen. Mehrere Mitglieder der Initiative nahmen an der Ausschusssitzung teil und berichteten von ihren bisherigen Aktivitäten. Dazu gehörten unter anderem Besuche und Überprüfungen verschiedener Einrichtungen im Kreisgebiet, bei denen die Barrierefreiheit vor Ort betrachtet wurde. Genannt wurden beispielsweise das Westküstenklinikum Heide, das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf, der Steinzeitpark Albersdorf sowie die Stadt Marne. Die Initiative gab den jeweiligen Verantwortlichen Hinweise und praktische Tipps, wie Barrieren weiter abgebaut werden können. Vorgestellt wurden außerdem verschiedene Projekte und Aktionen. Dazu gehört die „Stille Stunde“, bei der Geschäfte durch die Reduzierung von Musik und anderen Reizen ein angenehmeres Umfeld für Menschen mit Autismus oder sensorischen Einschränkungen schaffen. Außerdem plant die Initiative eine weitere „Entdeckungstour durch Marne“, bei der die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum aus Sicht der Betroffenen überprüft werden soll. Diese findet am 01.07.2026 statt. Darüber hinaus engagiert sich „Gemeinsam stark“ für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen stärker in gesellschaftliche und politische Prozesse eingebunden werden. Die UWD-Fraktion begrüßt dieses Engagement ausdrücklich. Der direkte Austausch mit Betroffenen liefert wichtige Impulse für die politische Arbeit und hilft dabei, Dithmarschen Schritt für Schritt barrierefreier und inklusiver zu gestalten. Unter Tagesordnungspunkt 6 befasste sich der Ausschuss außerdem mit der Überprüfung der steuerungsrelevanten Produkte für den Bereich Soziales, Gesundheit und Sport. Dabei ging es darum, welche Produkte im Haushaltsjahr 2027 vertieft betrachtet werden sollen. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Grundsicherung für Arbeitssuchende, die Hilfe zur Pflege, die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen sowie die öffentliche Gesundheitsfürsorge. Besonders hervorzuheben ist, dass die Sitzung durch eine Übersetzung in Gebärdensprache begleitet wurde. Da auch gehörlose beziehungsweise hörbeeinträchtigte Personen an der Sitzung teilnahmen, wurde damit ein wichtiger Beitrag zu mehr Teilhabe und Barrierefreiheit innerhalb der politischen Gremienarbeit geleistet.

Resolution anlässlich der Kostensteigerungen beim ÖPNV
Beschlussvorschlag Der Kreistag möge beschließen: 1. Der Kreistag fordert die Landesregierung auf, die dem Kreis Dithmarschen durch die gesetzlich vorgeschriebene energetische Transformation des Busverkehrs entstehenden Mehrkosten dauerhaft auszugleichen. Die Landesmittel für den ÖPNV sind entsprechend zu erhöhen und künftig wieder dynamisch an die tatsächliche Kostenentwicklung anzupassen. 2. Die Verwaltung wird gebeten, die rechtlichen Handlungsmöglichkeiten eines finanziellen Mehrbelastungsausgleichs gegenüber dem Land – insbesondere unter Berücksichtigung des Konnexitätsprinzips – zu prüfen und dem Kreistag hierüber zu berichten. Begründung: Die durch Bundes- und Landesrecht vorgegebene Transformation des ÖPNV hin zu emissionsfreien Antrieben sowie die stetig steigenden Personalkosten im Busverkehr führen flächendeckend zu erheblichen Mehrkosten für die kommunalen Aufgabenträger. Trotz entsprechender Forderung des Landkreistages sowie der Diskussion im Schleswig-Holsteinischen Landtag ist bislang kein finanzieller Ausgleich durch das Land vorgesehen. Die Produktionskosten für den Busverkehr im Zuge des neuen Verkehrsvertrages steigen von 12,33 Mio. € im Jahr 2025 auf 20,04 Mio. € im Jahr 2026. Gleichzeitig entwickelt sich die finanzielle Unterstützung durch das Land nicht entsprechend weiter, die Dynamisierung der ÖPNV-Landesmittel ist ab 2025 sogar ersatzlos entfallen. Der Finanzierungsbedarf des Kreises im Busverkehr erhöht sich dadurch von rund 2,01 Mio. € im Jahr 2025 auf rund 8,65 Mio. € im Jahr 2026. Die finanzielle Belastung des Kreises vervielfacht sich damit innerhalb eines Jahres. Mehrkosten entstehen durch Steigerungen aller Produktionskostensegmente, wobei die Umsetzung des Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetzes (SFBG), das zu 65 % eine Umstellung des Busverkehrs auf emissionsarme bzw. emissionsfreie Antriebstechnologien vorschreibt, und die Entwicklung der Personalkosten die Haupttreiber sind. Diese Transformation ist ausdrücklich auch landespolitisch gewollt. Nach § 30 Abs. 2 Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG) soll der ÖPNV spätestens bis 2040 vollständig emissionsfrei gestaltet werden. Gleichzeitig sieht das EWKG vor, dass die Aufgabenträger dabei unterstützt werden sollen, dieses Ziel möglichst frühzeitig zu erreichen. Der Kreis Dithmarschen bekennt sich zu dem politischen Ziel, den ÖPNV zu dekarbonisieren. Die Umsetzung darf aber nicht zu einer dauerhaften finanziellen Überforderung der kommunalen Ebene führen. Werden zusätzliche Anforderungen durch Land oder Bund vorgegeben, muss eine angemessene finanzielle Ausstattung sichergestellt werden. Ohne einen finanziellen Ausgleich drohen Einschnitte im ÖPNV oder in anderen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge. Dies würde insbesondere die Menschen im ländlichen Raum treffen, die auf einen verlässlichen und flächendeckenden ÖPNV angewiesen sind. Wer politische Vorgaben macht, muss auch deren Finanzierung sicherstellen.

Sitzung des Hauptausschusses
Besonders interessant in dieser Sitzung: Der Neubau eines Kreishauses. Das derzeitige Kreishaus ist nicht mehr zeitgemäß. Immens wichtig ist auch der Tagesordnungspunkt: Jahresabschluss 2025 des WKK Brunsbüttel und Heide GmbH. Das WKK ist für Dithmarschen unverzichtbar, die Anpassung des GKV- Beitragsstabilisierungsgesetzes und die Neuaufstellung des Krankenhausplans in S-H stellt den Kreis Dithmarschen vor riesige Herausforderungen.
Termine
Sämtliche Ausschusssitzungen finden im Kreistagssitzungssaal des Kreishauses statt
Im Kreistag des Kreises Dithmarschen wurde eine Resolution zum Weiterbetrieb der Ölplattform Mittelplate beschlossen. Die UWD hat diese Resolution unterstützt und damit ein klares Signal für den Erhalt von Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Stabilität in unserer Region gesetzt.
Die Förderung auf der Mittelplate hat für Dithmarschen und die umliegenden Regionen eine große Bedeutung. Viele Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt mit dem Betrieb zusammen. Darüber hinaus trägt die Anlage wesentlich zur Energieversorgung in Deutschland bei.
Aus Sicht der UWD ist es wichtig Planungssicherheit für Beschäftigte, Unternehmen und Familien zu schaffen. Solange rechtliche Verfahren laufen, muss der Weiterbetrieb gewährleistet bleiben. Gleichzeitig ist es entscheidend, wirtschaftliche Interessen und Umweltbelange verantwortungsvoll miteinander zu vereinbaren.
Mit der Unterstützung der Resolution hat die UWD im Kreistag deutlich gemacht, dass sie sich für den Erhalt regionaler Wertschätzung, sichere Arbeitsplätze und eine verlässliche Energieversorgung einsetzt.
Sportstättenförderung Nachtragshaushalt
Am Donnerstag, den 09.10.2025 fand die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Sport statt des Kreises Dithmarschen statt. Im Mittelpunkt standen zwei wesentliche Themen: Der Nachtragshaushalt 2025 und die Sportstättenförderung. Aufgrund der Mittelkürzungen bei der Sportstättenförderung wurde intensiv darüber beraten, welche Projekte und Vereine eine finanzielle Unterstützung erhalten können. Solche Entscheidungen sind nie leicht, denn hinter jedem Antrag steht viel Engagement und Leidenschaft für den Sport in Dithmarschen. Ein weiterer zentraler Punkt war der Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 2025, der nach ausführlicher Vorstellung positiv beschlossen wurde. Damit werden wichtige finanzielle Mittel bereitgestellt, um soziale, gesundheitliche und sportliche Projekte im Kreis weiterhin zu fördern und gezielt zu stärken.
Die UWD – Fraktion informiert sich bei jungen Geflüchteten
Auf Einladung von Sven Gebauer, bürgerliches Mitglied der UWD im Jugendhilfeausschuss und 1. Vorsitzender traf sich die Fraktion zur ihrer Novembersitzung in Karolinenkoog im Landhaus Pfahlershof. Seit Sommer 2024 sind dort 8 junge unbegleitete minderjährige Ausländer, im Fachjargon UMAs untergebracht in einer betriebserlaubten Einrichtung der WieGe GmbH im Auftrag des Kreis Dithmarschen. Die jungen Männer zwischen 16 und 18 Jahren stammen aus Afghanistan und Syrien und leben Integration, besuchen Schulen oder Ausbildung. Zwei haben sogar über ihr Praktikum einen Arbeitsplatz in der Gastronomie (Küche /Hauswirtschaft) vor Ort im Landhaus finden können. Es war erfrischend und bereichernd sich mit den jungen Menschen vor Ort auszutauschen, die das Stadtbild bereichern.

Bericht aus dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport Kreis Dithmarschen – Sitzung vom 17.02.2026
Am 17. Februar 2026 tagte der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Sport des Kreises Dithmarschen. Zu Beginn der Sitzung fand eine Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner statt. Es wurden jedoch keine Fragen gestellt. Im Anschluss stellte sich der Sozialverband VdK Nord e.V. vor, der rund 600 Mitglieder im Kreis Dithmarschen vertritt und sich für soziale Belange sowie die Beratung seiner Mitglieder einsetzt. Darüber hinaus präsentierte sich der Verein „Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Schleswig-Holstein e.V.". Besonders hervorgehoben wurde die Einrichtung eines neuen Informations- und Beratungsbüros in der Marktbude in Heide, das Betroffenen nun als Anlaufstelle zur Verfügung steht. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des Geschäftsplanes sowie des Arbeitsmarktprogramms 2026 des Jobcenters Dithmarschen. Dabei wurden die geplanten Schwerpunkte und Zielsetzungen für das kommende Jahr erläutert. Abschließend erfolgte die Vorstellung der neuen Fachdienstleitung Gesundheit. In diesem Zusammenhang wurden auch die Eckpunkte des aktualisierten Pandemie-Plans des Kreises Dithmarschen vorgestellt. Die Sitzung bestand ausschließlich aus Informationsbeiträgen. Beschlüsse wurden nicht gefasst.
